StartseiteBlog & MeinungForum WahlzelleTermineWirtschaftsmagazin

Diese Website verwendet beste Cookies. Mit der Nutzung stimmen Sie der Speicherung zu.



eMail-Newsletter gratis:

Archiv | Abmelden | RSS/Feeds
Folge uns:
Wir sind in Facebook! Wir sind in Twitter! Wir sind in Google+! Wir sind in Youtube! Wir sind in Labarama!

Suche:

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      














Neueste Artikel

Millionen und Mogule an Wiens Boulevard
Google finanziert 'kritische' Medien
Netz- und medienpolitische Baustellen
KI muss mehr vergessen
mehr...









Aktuelle Highlights

 
Kontroverse.at Meinung & mehr
Medien-Essenz  26.11.2012 (Archiv)

Kärnten streicht Presseförderung

Politik und Medien sind eine seltsame Kombination in Österreich. Wo anderswo gegenseitige Kontrolle und Machtlimitierung geübt wird, teilt man hierzulande Geld auf, scheint es.

Das wird jetzt wieder einmal so präsentiert, als in Kärnten unter lautem Print-Protest die Landesförderung für Zeitungen gestrichen wurde. Aus der kärntner Landesregierung kam der Beschluss, im nächsten Jahr kein Geld mehr in Zeitungen zu stecken und Kommentatoren sehen den Grund in der durch die Medien 'abgeschossenen' Erhöhung der Parteienförderung. Eine Hand wäscht die andere (1975 wurde Presse- und Parteienförderung eingeführt) und entzieht der anderen die Unterstützung (Vergeltung für Medien, weil diese die Förderungswünsche der Politik nicht erlaubt haben?).

So ähnlich sieht es zumindest der Autor im ORFK. Und berichtet auch gleich von den Wünschen des VÖZ nach deutlich mehr Geld als bisher für die Meinungsvielfalt. Dabei bekommen die Zeitungen ohnehin aus dem Bundesbudget teure Zuwendungen durch den Steuerzahler. Was aber immer offensichtlicher wird, sind die Folgen des Transparenzgesetzes: Wenn die Politik weniger unverschämt Geld in die willigen Medien pumpen kann, zeigen sich deren Strukturprobleme. Und, rückblickend betrachtet, die Strukturprobleme des Zusammenspiels der Medien mit der Politik, auch noch.

Presseförderung am Beispiel Kärnten

11 Mio. Euro hat Österreich an Steuergeld in Richtung Zeitungen verschoben. 1,6 Mio. Euro davon gingen an Zeitungen in Kärnten im laufenden Jahr. Das Land Kärnten selbst förderte 2008 mit rund 0,9 Mio. Euro, sparte in diesem Jahr aber bereits bis auf 'freiwillige' Leistungen in etwa einer viertel Million bereits alles ein. Im Nächsten Jahr fällt die Landesförderung laut Budgetentwurf.

Dazu kommen aber noch durchaus üppige Zuwendungen aus der Politik und den Parteien, die nicht nur rund um Wahlen fließen. Zwar wurden durch das Transparenzgesetz einige Geldströme reduziert, die Zuwendungen bleiben aber deutlich genug, um Spuren zu hinterlassen. Im Raum Wien wurde durch das 'Heute-Dossier' aufgedeckt, was in Kärnten wohl nicht viel anders läuft.



Abseits von 'künstlich am Leben erhaltenen willfährigen Medien', wie es in den Foren heißt, sind es jene wirklich unabhängigen und qualitativ hochwertigen Medien, die keine Förderung erhalten, die durch das Pressefördersystem mit Beigeschmack leiden. Durch die Wettbewerbsverzerrung mit Förderungen sind die, die tatsächlich gefördert gehörten, auch jene, die nicht vom Geldtopf profitieren. Unter den unabhängigen Onlinemedien etwa wird die Forderung nach einem Ende des Geld-Verteilens an Medien laut.

Den größten Anachronismus liefert hier wieder einmal der mächtige Verband der Zeitungen: Der VÖZ fordert doch tatsächlich eine Web-Steuer (Werbeabgabe für Onlinemedien), um ausreichend neue Einnahmen für Förderungen zu lukrieren. Die, die ohnehin durch das gestrige System gestraft sind, sollen also auch noch in die Zukunft hinein benachteiligt werden.

Vielleicht können sich Bund und Länder diesmal ein Beispiel an Kärnten nehmen? Ein Ende der Förderungen ist ein Ende von Einfluss und Anfütterung und ein möglicher Neubeginn bei den Medien. Vielleicht die letzte Chance für die Medien, sich aus Eigenem auf die Beine zu stellen, durch Kontrolle und Aufdeckung wieder Reputation und Relevanz zu gewinnen und damit auch wieder aus dem Eck' der Bedeutungslosigkeit zu entfliehen. Die ist es nämlich, die die Einnahmenseite so negativ beeinflusst.

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Medien #Förderungen #Geld #Zeitungen #Politik #Parteien #Kärnten


Kommen Sie auf unsere Facebook-Seite!
Wir sind in Google+ für Sie da...
Folgen Sie unserem Twitter-Feed hier...
Folgen Sie unserem Labarama-Blog...
Newsticker per eMail oder RSS/Feed!

Auch interessant!
Werbeabgabe auf Internet
Kerns Plan A (von Minister Drozda nun zu konkretisieren) und Schellings Plan Würstelstand führt vor Allem...

Gekaufte Presse
Presseförderung dient eigentlich dazu, Qualität im Journalismus zu fördern. In Wirklichkeit hängt man alt...

Lobbyismus als Medien-Problem
Anfütterung von Politikern und Entscheidungsträgern versucht man per Gesetz den Riegel (erfolglos) vorzus...

Neues Heute-Dossier
Die unklare Vergangenheit wird vom neuesten 'Dossier' just zum Jubiläum der Gratiszeitung aufgerollt....

Tatort Seite 19: Nachgerechnet
Stadt-Finanzrätin Brauner fordert nun schon vor der Einführung des Fremdfinanzierungsverbots eine Aufhebu...

Rotes Echo aus Wien
Wie die der Stadt Wien auch nicht gerade entfernte Zeitung 'Heute' meldet, wurde das Echo Medienhaus von ...

Hand aufhalten und Mund halten!
Dem staatlichen Rundfunk werden also erneut die Hände im Social Web gebunden. Und die Zeitungen sind zule...

ORF gefügig gemacht
Wenn Andreas Novak aus der Wissenschaftsredaktion des ORF Stiftungsrat Küberl im Standard zitiert und geg...

Gestaltung von Nachrichtenportalen
Nachrichten-Portale sollten eine bestimmte Zielgruppe für ihre Websites anvisieren, um ihre Einnahmen zu ...

Kreative Förderung für KMU
In Österreich können Unternehmen einen Zuschuss vom Staat bekommen, wenn sie in der Kreativwirtschaft Auf...

Österreich.at: Tageszeitung und Nachrichten?
Die Tageszeitung Österreich kündigt in der Branche bereits an, dass mit 1. März 2013 eine neue Website st...

Transparenz: Steuergeld im Werbetopf
Die Zeitungen haben einen Werbekunden, den Konjunktur und echte Werbeerfordernis nicht schrecken: Die öff...

Die Hinichen nach Sibirien
Oder hinter Gitter, wenn schon nicht ins Straflager. Aber nicht auf die Bühne. Und schon gar nicht für un...

ORF dreht Facebook ab
Die diversen Angebote des Staatsfernsehens im Social Network gehen heute wieder offline, um dem ORF-Geset...

Dossier zum Inseraten-Skandal
Wie stark Inserate der Politik in Österreich die Medien ruhig und willig machen können, konnte man bisher...

Zu viel Luxus
Die Weltkonjunktur schwächelt, die Euro-Zone kriselt und steuert erstmals seit 2009 wieder auf eine neue ...

VÖZ will mehr Werbesteuern
Eine interessante Kehrwendung hat die Zeitungswirtschaft in Österreich hingelegt. Die anachronistische un...

Presseförderung abschaffen?
Derzeit übertreffen sich die Gratiszeitungen in Österreich dabei, sich auf die Presseförderung einzuschie...

Qualität der Qualitätszeitungen
Was sich am Boulevard tut, ist schon kaum mehr zu kommentieren. Selbst medienkritische Blogs haben reihen...

Print tötet?
'Print ist tot' hört man schon einmal in der Diskussion um Medien und die Verschiebung der Nutzung. In Ös...

Finanzierung der Parteien
In Österreich sind Parteien gut finanziert: Sie erhalten aus öffentlichen Mitteln ('Steuergeld') hohe Gel...

Forum: Ihre Meinung dazu!

[AufZack Talk] [Forum]     
Posten Sie ins Forum dazu:
Betreff:

   






Top Klicks | Thema Medien-Essenz | Archiv



 
 

 


Bewertungen



HR-Summit Wien



Freudenau Motornights



Ventilspiel Spielberg



Winterreifen im Test 2018



Menschen in Wien



BMW X7 2018


BMW Z4 erneuert

Aktuell aus den Magazinen:
 Neuheiten am HR-Summit Employer Branding und Gesundheit für Mitarbeiter
 Böse Worte Gratis-Zeitungen einigen sich (un)freundlich
 Chancen bei Bewerbung steigern Geprüfte Mustervorlagen für Bewerber
 Innovationsförderung Google zahlt für kritische Medien. Sic.
 Winterreifen im Vergleich Der Test der Clubs 2018

contator.net im Überblick:
 Webnews  WebWizard | Bundesland.at | Wien-Tipp.at | NewsTicker
 Business  Journal.at | Anfrage.net | plex | Seminar.At | BizTipp
 Auto  Auto.At | TunerAuto.At | OldtimerAuto.At | AutoTalk.At | AutoGuide.At | AutoBiz.At
 Freizeit  Style.at | Famili.at | Kinofilm.at | Musical.at | heavy.at | grlz | WitzBold | Advent.At
 Shopping  anna | Shoppingcity.at | SchatzWelt Gewinnspiele | Prozente.net Gutscheine
 Community  AufZack! | Flirtparty | Player | Schmuddelecke

Kontaktformular
Rechtliches
Copyright © 2018    Impressum    Adresse    Sitemap   
Mediadaten    Anfrage: hier werben!    Freies Web? Keine adblocker!
Tripple
      ad-locator.net    |    web-applicator.net