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Aktuelles  20.06.2013 (Archiv)

Mehr Stress als im Krieg

Menschen sind heute Ich-bezogener und gestresster als in der Kriegszeit vor 70 Jahren. Aus der Psychologie kommen warnende Signale.

Der britische Psychologe Graham Price hat die Daten von Hunderten seiner Patienten zusammengefasst, die er wegen stress- und angstbedingten Störungen untersucht und behandelt hat. Die heutige Bevölkerung macht sich doppelt so viele Sorgen über ihr Alltagsleben, obwohl sie Bombenanschläge, Rationierungen und ähnliche extreme Konsequenzen nicht fürchten muss, wie es anno dazumal der Fall war. Der Psychologe betont, dass Menschen verlernt haben, optimistisch zu sein und das Positive im Leben zu erkennen.

Die heutige Gesellschaft wird verstärkt von negativen Gedanken in Hinblick auf persönliche Probleme beherrscht, die sich vor allem auf die Arbeit, das Einkommen sowie die Beziehungen zu den Mitmenschen beziehen. Faktoren wie Arbeitslosigkeit sind Price zufolge jedoch keine lebensbedrohlichen Schwierigkeiten, wie sie vor einigen Jahren sehr wohl bestanden haben.

'Stress ist nicht gleich Stress. Ein gewisses Niveau an Stress ist lebenswichtig. Die Arbeitswelt hat sich jedoch geändert, wodurch mehr Druck herrscht', schildert der Psychologe Josef Fellner im Gespräch mit pressetext. Ein Individuum müsse sich vermehrt anpassen und flexibler als früher sein sowie sich mehreren Anforderungen stellen. 'Früher machte man sein Abitur, bekam seine Stelle in einer Bank und blieb dort meist bis zur Pension. Heute wechselt man den Arbeitsplatz alle paar Jahre', sagt er.

Dass der Pessimismus zunimmt, ist laut Fellner jedoch schwierig zu beurteilen. Laut Price waren die Menschen während des Krieges aber aus jenem Grund positiver gestimmt, da Optimismus ihnen half, mit der damaligen Situation umzugehen, die im Vergleich zu heute ernsthaftere Probleme mit sich brachte, wie der Spezialist betont. Diejenigen, die in der Zeit um 1940 gelebt haben, hatten einen sogenannten 'Kriegszeit-Geist', der sich heute jedoch in eine 'Stress-Epidemie' umgewandelt hat.

Der Experte ergänzt, dass die Menschen, die die Kriegszeit durchlebt haben, sich sehr wohl Sorgen über ihre Finanzen und Invasionen gemacht haben, diese Sachverhalte jedoch objektiv betrachten konnten - sogar während der schwierigsten Zeiten. Die Belastbarkeit war demnach besonders groß. Stress ist der häufigste Grund für daraus resultierende Krankheiten wie Demenz und Bluthochdruck sowie für das Fehlen am Arbeitsplatz.

Die Rahmenbedingungen haben sich dem Experten zufolge mit den Jahren geändert. 'Depressionen und Burnout nehmen daher zu, weil der Mensch dadurch erschöpft ist, dass er zu viele Möglichkeiten und Auswahl hat und alles komplexer ist - wie der französische Soziologe Alain Ehrenberg bereits vermerkt hat', erklärt Fellner abschließend.

pte/red

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#Studie #Psychologie #Stress #Krieg



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