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Kommentar  16.06.2014 (Archiv)

Greenpeace, die Spekulation und der Konzern

Die grüne Spendenorganisation steht in der Kritik, weil sie Millionen an Spendengeldern verspekuliert habe. Warum das nicht stimmt und wo man richtigerweise Kritik anbringen müsste, steht hier.

Zunächst zur falschen Kritik: Greenpeace habe Spendengelder verwettet, fast 4 Mio. Euro sollen verloren sein und ein Mitarbeiter wurde gekündigt. Sieht man genauer hin, handelt es sich bei dem Geschäft des 270 Mio. Euro schweren Spenden-Konzerns nur um eine 'kleine' Absicherung einer Währungstransaktion - nicht mehr und nicht weniger.

Wie bei Geschäften in verschiedenen Währungen üblich, wird zur Absicherung vor Währungsrisiken ein Kompensationsgeschäft geschlossen. Sinkt ein Kurs, gleich die Kompensation durch Gewinne aus, steigt er, wird man in der Kompensation etwas verlustig - insgesamt gleicht das Geschäft die Bewegungen der Währungen aus. Das macht sicherer, bringt in einem Fall ausgleichende Gewinne und im anderen werden Verluste im Gegenzug zu Kursgewinnen in Kauf genommen. Man weiss aber zum Abschluss des Geschäftes schon, was am Ende in den Büchern steht.

Wenn Greenpeace also solche Währungstransaktionen abgesichert hat und in einem Fall bei einer 'falschen' Bewegung der Währungen statt einem Kursgewinn keinen verbuchen konnte, ist das ein normaler Vorgang. Auch die Dimension der 'Verluste' erscheint angesichts der Größe der grünen Spendenorganisation im normalen Rahmen. Warum also die Aufregung?

Besser wäre, wenn man sich generell Gedanken über die grünen Meinungs-Macher zu machen. Die Lobbying-Organisationen im grünen Mäntelchen lassen sich nämlich lukrativ verkaufen (für Politik, Wirtschaft und eben auch das Spendenaufkommen), sind aber auch nicht viel mehr als die sonst so verhassten Lobbyisten.



Noch mehr Trailer...
Bulb Fiction, der Film...

Zu sehen war gestern passenderweise eine Spätabend-Dokumentation zum Fall der Energiesparleuchten in Europa, wo die grünen Organisationen gemeinsam mit Wirtschaft und Politik gegen die eigenen Ziele verstoßen haben.

Grüne Propaganda reicher als Ölkonzerne

Ähnlich schlimme Ergebnisse hat auch die Situation bei den Energie-Unternehmen, die mit billiger grüner Propaganda zu kämpfen haben, die durch millionenschweres Lobbying genährt werden.

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Lobbying #Greenpeace #Währungen #Risiko #Spekulation



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