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Meinung  23.03.2023 (Archiv)

Kann die KI 2023 'mainstream' werden?

Mit ChatGPT 3 und jetzt GPT4 gelangen Schlagzeilen und so mancher Benutzer ist auf den Zug aufgestiegen. Und auch so mancher Anbieter zieht nun rasch nach. Ist die AI/KI jetzt soweit, zum permanenten Werkzeug zu werden?

ChatGPT ist eine schöne Spielwiese der künstlichen Intelligenz und die alte Eliza-Traumwelt von künstlichen Menschen aus dem Computer wird endlich wahr: Was Sprache anbelangt ist die KI wirklich eindrucksvoll. Vermischt man diese Fähigkeiten mit dem Wissen von Suchmaschinen wird Nutzwert in der Recherche geschaffen. Multimodalität schafft Zugänge über Foto oder Video und macht der Kreativität auch noch Sprünge. Kein Wunder, dass hier Google und Bing rasch erweitert werden, Anbieter wie OpenAI und Dienste wie Midjourney große Beliebtheit haben. Und jetzt setzt Adobe noch Firefly dazu, um den beliebten Programmen für Foto und Video (und mehr) Automatismen aus der KI-Cloud beiseite zu stellen. Höchst eindrucksvolle noch dazu, ein 'ziehe der Person eine grüne Jacke an' oder 'tausche den Hintergrund gegen eine Wiese' führen zu schnellen und schönen Ergebnissen hoher Qualität, wie man es bisher noch nicht gesehen hatte.

Die künstliche Intelligenz wird besser und salonfähig, das ist sicher. Und auch die Schwachstellen dort, wo menschliche Moral und rechtliche Grenzen für uns humanoide Intelligenzen klar sind, werden sicher weniger. Denken wir an die Gesichtserkennung, die Schwarze als Affen einstufte (oder auch 'nur' bei Bewerbungsprozessen und der Bewertung Krimineller schlechtergestellt wurden), Frauen als nicht produktiv klassifiziert hat und ähnliche Dinge mehr, dann wird die kommende KI hier besser agieren. Sie wird vom Menschen gezügelt, wie er sich selbst durch auferlegte Regeln zügeln kann.

Es gibt also viele Anwendungfälle für die KI und der Nutzen steigt mit der 'Berechenbarkeit' der Ergebnisse. Zugänglich ist das Werkzeug bereits und der Computer wird damit generell leichter nutzbar - eine Revolution wie die der grafischen Oberflächen und dann der Smartphones steht erneut bevor und der Zugang via Sprachbefehlen, den Alexa und Co. nie richtig erfüllen konnten, wird durch die KI, die Kontext und Wünsche berücksichtigen kann, erstmals wirklich möglich. Und trotzdem stellt sich die Frage, ob die Technologie 2023 schon dort ist, wo man sie jetzt vermuten würde - und ob die Anwendung bereits erfolgen kann. Oder soll.

Denn auf der Negativseite gibt es auch viel, selbst wenn man Unzulänglichkeiten am Output der KI (schon mal den Computer via KI rechnen lassen? den Faktencheck bei Suchergebnissen der KI gemacht? Bilder der AI genauer betrachtet als nur von der Ferne?) komplett ausklammert. Es sind prinzipiell zwei größere Gefahren, die sicher länger als einige Jahre noch nicht gelöst sind und den 'echten' Einsatz vermiesen:

Das größere Problem sitzt vor dem Computer, nicht darin. Der Fehler vor der Tastatur ist auch für die KI noch nicht zu beheben. Denn bei aller Intelligenz ist sowohl das Stellen von richtigen Fragen um zu den richtigen Ergebnissen zu kommen die größte Herausforderung in der Anwendung - selbst bei weit fortgeschrittenen Systemen wie jenem von ChatGPT. Es wird sogar angenommen, dass ein neuer Berufszweig der 'Prompter' entstehen wird, der sich auf die Bedienung der KI spezialisiert hat.

Nicht nur das, auch das, was die KI zurückliefert, muss erst durch menschliche Hände gehen. Inhaltliche Kontrolle (stimmen die Quellen und Erkenntnisse daraus?) ist da genauso gefragt wie andere Plausibilitätsprüfungen, will man nicht komplett den Grenzen der KI ausgeliefert sein. Die hat nämlich keineswegs alles Wissen in aktueller Form, kann Wahrheit kaum sicherstellen und Vollständigkeit der Betrachtung nicht abschätzen. Gemäß Dunning-Kruger-Effekt, dem auch die KI unterliegt, wird der größte Schwachsinn mitunter selbstbewusst unter die Fakten gemischt, dass ein Korrektiv durch den Menschen notwendig ist. Die Grenzen muss ein Mensch erkennen und entsprechend eingreifen oder nachbessern - und das bleibt so, wir machen das Gleiche auch bei menschlichen Werken, dort aber intuitiv. Diese Erfahrungen haben wir in der Kultur noch nicht integriert, erst in einigen Jahren oder Generationen werden wir als Gesellschaft darauf vorbereitet sein, die KI genauso einfach zu integrieren.

Und dann ist da noch ein Aspekt, der eine rasche Implementierung der KI in unser aller Leben verhindern wird: In der Klimakrise ein Feld aufzumachen, das den Hunger nach Energie und Ressourcen noch weiter explodieren läßt, ist nicht nur wenig verantwortlich sondern wohl auch kaum möglich. Sollte die künstliche Intelligenz wirklich nicht nur Spielwiese Einzelner sondern Anwendung aller sein (und da ist der Aufwand derzeit noch recht gering im Vergleich zu künftigen künstlichen Intelligenzen), dann stellen die Datenmengen, Rechenleistungen, Bandbreiten, Server-Ressourcen, Stromhunger etc. alle bisherigen Rechenzentren und Internet-Infrastrukturen zusammen extrem in den Schatten. Und die sind schon ein Problem für das Klima.

2023 wird die künstliche Intelligenz ihren Reiz haben, neue Fähigkeiten erlangen, Reputation gewinnen, eine Zukunft aufzeigen können. Sie wird aber nicht so breitflächig ausgerollt werden können, wie man sich das angesichts der aktuellen Erfolge vorstellen könnte. Alleine der letzte Punkt ist so einschränkend, dass wir aufpassen müssen, nicht nur ein elitäres Werkzeug einer kleinen Gruppe zu schaffen, das wieder Regionen abhängt, ihnen aber zusätzliche Last aufbürdet. Die KI braucht erst Erfolge aus der Technologie, die die Limits erträglicher machen kann, die Energie und Ressourceneinsatz rechtfertigen lassen. Und dann müssen wir noch lernen, richtig damit umzugehen, bevor wir die KI in die breite Öffentlichkeit tragen. Noch sind wir lange nicht so weit!

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#KI #AI #Forschung #Zukunft #Trends



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